Unsere Kirche
 

IHRE AUFGABE:

Raum für das gemeinsame Lob unseres Schöpfers.

IHR GESICHT:

Ausdruck unseres Glaubens in unserer Zeit.

GESCHICHTE:

1887 Bau und Benediktion der ersten Kirche an der Barbarastraße durch Rektor Carl Bund, Zerstörung im Krieg am 25. Oktober 1944 bei einem Luftangriff. Nach Kriegschluss Notkirche im jetzigen Pfarrsaal. Am 26. Oktober 1953 erster Spatenstich für den Neubau. Am 20. März 1955 (Sonntag Laetare) Konsekration der jetzigen Kirche unter Pfr. Pörtner.

ARCHITEKTUR:

Der Architekt, Alfons Leitl aus Trier, hat seinerzeit den modernsten Kirchenbau der näheren Umgebung errichtet. Das Material - entspricht dem Zeitempfinden: Beton, Glas, Eisen. Die Form ist äußerlich ein Fünfeck, innen praktisch ein Rundbau (sehr stark gemeinschaftsbezogen). Das Kreuz auf der Spitze ist Zeichen der Erlösung, der Hahn auf dem Turm eine Mahnung zur Wachsamkeit. Die Form der auf das Dach aufgesetzten Laterne spiegelt sich in den Stufen des fünfeckigen Chorraumes wieder; Die Gnade Gottes bricht von oben in unsere Welt ein. Die überall in der Kirche wiederkehrende Form des Dreiecks erinnert an die Dreifaltigkeit Gottes, die Christus uns geoffenbart hat. Die Werktagskapelle erleichtert den Gottesdienst in kleinen Gruppen.

LITURGISCHE AUSGESTALTUNG:

Nach dem Konzil durch den Mülheimer Bildhauer Ernst Rasche (in den wesentlichen Teilen).

EINZELHEITEN:

Der Altar aus Trachyt - von Ernst Rasche - (3,5 Tonnen, Steinbruch im Westerwald) ist eine sehr gute lockere Verbindung von Tisch und Block. Er stellt, als wichtigster Platz der Kirche, das Opfer mitten in die Gemeinde. Eingelassen sind die Reliquien der Heiligen Ilara und Felicitas.

Die sechs Leuchter von der Firma Bergmann aus Eisen geschmiedet. Industrieprodukte wie Rohre, Profile etc. wurden als ornamentaler Schmuck verwandt und mit überlaufendem Messing veredelt.

Der Tabernakel - von Ernst Rasche - (nach dem Altar zweiter Brennpunkt einer Ellipse) aus Bronze mit Edelsteinen und Baldachin, wird getragen von einer Marmorsteele. Er ist jedem Gottesdienstbesucher sichtbar und bietet Gelegenheit zur Anbetung.

Das große Kreuz (von Ernst Rasche) an der Rückwand fängt den Blick ein und spricht vom Opfer Christi, das hier gegenwärtig gesetzt wird. Es ist eine gute Verbindung von hergebracht und modern. Es ist still und doch von innen bewegt. Der Korpus aus Lindenholz (aus dem Bestand der Pfarre, Herkunft unbekannt) steht auf tief schwarzem Kreuz in T-Form. Das Ganze hat einen Hintergrund aus geflochtenem Edelstahl (hier wird vom inneren Glanz der Erlösung etwas sichtbar). Das Geflecht wirkt wie ein gerafftes Tuch: Zerreißen des Tempelvorhanges beim Tod Jesu - mit ihm beginnt der neue Bund. Das Hinausragen des Geflechtes über die Brüstung zieht den ganzen Raum mit ins Kreuzesgeschehen ein.

Der Ambo (von Ernst Rasche), ebenfalls aus Trachyt, hat als Ort der Verkündigung die Gemeinde rundum.

Der Priestersitz auf der Wortgottesdienstinsel ist Platz des priesterlichen Vorstehers beim Gottesdienst. Die Sedilien von der Firma Bick (Innenausbau) in Altenessen sind aus Eiche (gekälkt) gearbeitet.

Der Taufstein hat seinen Platz am Eingang der Kirche (Aufnahme in die Gemeinschaft), daneben die Osterkerze, Symbol des auferstandenen Christus, an dessen verklärtem Leben wir in der Taufe Anteil bekommen. Der Leuchter, 1948 von Fritz Brennfer, Essen-West, entworfen und gearbeitet, ist ein Geschenk der Vennepothschule zum Andenken an den verstorbenen Rektor Schütze.

Die Madonnenfigur ist 1973 von Ernst Rasche in Keramikarbeit gefertigt worden. Maria sitzend mit Kind, etwa 1,10 m groß; Maria reicht uns ihren göttlichen Sohn, der nicht mehr das Kind in der Krippe ist, sondern der erhöhte Herr. Beide schauen ernst und österlich froh in die Gemeinde. Vor der Marienikone mit dem Bild der Immerwährenden Hilfe zünden wir die Kerzen an, die unsere Liebe zu Maria zeigen und uns symbolisch bei der Gottesmutter in Erinnerung halten wollen, wenn wir an unsere Arbeit gehen müssen.

Die Bronzefigur der hl. Barbara, unserer Pfarrpatronin, ist 1960 von Ernst Rasche geschaffen, von einem Rentner gestiftet worden. Sie steht am Eingang und in der Werktagskapelle, um jeden mit ihrer Botschaft anzusprechen: Wir müssen wie sie unseren Glaubensweg in einer heidnischen Umgebung suchen und gehen.

Die 12 Apostelleuchter rundum an den Wänden erinnern uns, dass wir, die Kirche, auf dem Fundament der Apostel aufgebaut sind; unser Platz ist immer bei den Nachfolgern: Papst und Bischöfen. Der Kreuzweg in der Werktagskapelle ist eine Mosaikarbeit vom Künstler G. Reul aus Gelsenkirchen.

Die beiden großen Glasfenster stammen vom selben Künstler. In der Marienkapelle die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria. In der Versöhnungskapelle der Auferstandene Christus mit Engel vor dem leeren Grab. Sie bilden mit dem Kreuz eine Sinn-Einheit: Verkündigung - Erlösungstod - Auferstehung!

Das große Holzkreuz in der Versöhnungskapelle rechts wurde 1948 vom Bildhauer Adolfs, Essen-Werden, in Lindenholz geschnitzt. Es war für die damalige Notkirche ein Geschenk der Pfarrgemeinde zum Silbernen Priesterjubiläum von Pfr. Pörtner.

Die Orgel (22 Register, drei Manuale, mechanisch sowie elektrisch) hat die Firma Walcker aus Ludwigsburg 1973 gebaut. Sie wurde 2003 durch die Firma Simon aus Borgentreich technisch vollständig überholt. Die Holzbearbeitung (gekälkte Eiche) besorgte die Firma Dreckmann aus Styrum.

Der Glockenturm neben der Kirche trägt im offenen Glockenstuhl vier Bronzeglocken, 1950 gegossen von der Firma Mabilon Co. aus Saarburg Bez. Trier. Das Läutewerk wurde 1994 restauriert als offene Gegenpendelschwingungskompensationsanlage von der Firma Diegner/Schade in Dorsten/Westfalen.

1. Glocke: 990 kg, Bild der hl. Barbara, Inschrift: Vox mea! Vox Dei! Audite! Venite! (Meine Stimme! Gottes Stimme! Hört! Kommt!)
2. Glocke: 580 kg, Bild des hl. Josef, Inschrift: Te Josef celebrent agmina coelitum, te cuncti resonent christiadum chori. (Dich Josef preisen die himmlischen Heerscharen, dich rühmen alle christlichen Chöre)
3. Glocke: 395 kg, Bild der allerseligsten Jungfrau Maria, Inschrift: Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum (Gegrüßt seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir)
4. Glocke: 230 kg, Bild des hl. Erzengels Michael, Inschrift: Oh unbesiegter Gottesheld, St. Michael, beschütz mit Deinem Schild und Schwert die Kirch, den Hirten und die Herd.
Das Geläute ist eingestimmt auf das Gralsglockenmotiv f'-as'-b'-des.

Pfr. i. R. Julius Buschmann